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Kinderkrippe

Den Beruf und die Familie miteinander zu vereinen, ist auch in der heutigen Zeit noch eine große Herausforderung für junge Frauen und deshalb nutzen sie eine Kinderkrippe.

Viele Arbeitgeber haben ihren Mitarbeitern dies zwar erleichtert, indem sie beispielsweise eine Kindertagesstätte im Unternehmen eingerichtet haben.

Doch solche Angebote schaffen Arbeitgeber nicht flächendeckend. In der Regel müssen sich die Eltern selbst um eine Betreuung des Nachwuchses bemühen. Firmeneigene Kinderkrippen bieten Arbeitgeber nicht an.

Dabei sind diese Einrichtungen wichtig für Frauen, die schnell ins Berufsleben zurückkehren wollen.

An dieser Stelle setzt dieser Ratgebertext an. Er erklärt Ihnen, welche Vor- und Nachteile eine Kinderkrippe bietet. Außerdem stellt er dar, mit welchen Kosten Sie für die Betreuung rechnen müssen und welche Alternative es gibt.

Was ist eine Kinderkippe?

Eine Kinderkrippe ist eine Einrichtung, in der die Früherziehung eines Kindes familienbegleitend stattfindet. Kinder werden in einer Krippe in der Regel während der Vormittage durch die Erzieherinnen und Erzieher betreut.

Allerdings sind die Kinder jünger als in einem Kindergarten. In ihn werden sie ab einem Alter von drei Jahren aufgenommen. Kinderkrippen betreuen Babys, die mindestens drei Monate alt sind.

In manchen Teilen der Gesellschaft genießen Kinderkrippen keinen guten Ruf. Die Menschen können zum Teil nicht nachvollziehen, weshalb junge Mütter ihren Nachwuchs früh in eine Krippe geben.

Dafür kann es zum einen pädagogische, finanzielle Gründe geben. Viele Mütter sind auf ihr festes Einkommen angewiesen.

Kinderkrippe: Diese Kosten fallen an

Kinderkrippe TagespflegeDie Kosten, die für eine Kinderkrippe anfallen, können nicht pauschal beziffert werden.

Es sind viele Faktoren ausschlaggebend.

Zunächst einmal ist es die Frage, unter welcher Trägerschaft sich eine Krippe befindet.

Zum einen gibt es kommunale Kinderkrippen, die von öffentlichen Stellen betrieben werden.

 

Auf der anderen Seite gibt es Krippen von privaten Trägern werden. Das können beispielsweise gemeinnützige Vereine oder Stiftungen sein.

Weiterhin werden die Kosten durch die Anzahl der Kinder aus einer Familie beeinflusst. Werden in er Krippe mehrere als ein Kind einer Familie betreut, erhalten die weiteren Kinder manchmal Kinder einen Rabatt.

Insbesondere in den alten Bundesländern sind freie Plätze in Kinderkrippen heiß umkämpft. Auch das beeinflusst die Kosten, die für einen Platz in der Einrichtung anfallen.

Die Preise sind bei den Krippen unter öffentlicher Trägerschaft meist an das Einkommen der Eltern gekoppelt. Ist das Einkommen  gering, kann es sein, dass Sie keine Kosten für die Betreuung in der Krippe zahlen müssen.

Da es sehr viele Faktoren gibt, die die Preise bestimmen, ist die Spannbreite der Kosten sehr groß. Sie kann zwischen 50 und 500 Euro liegen, die pro Monat für einen Krippenplatz gezahlt werden müssen. In Krippen, die von privaten Trägern geführt werden, richten sich die Kosten meistens nicht nach dem Einkommen der Eltern.

In diesen Einrichtungen zahlen alle denselben Betrag. Dieser liegt meist über dem für eine öffentliche Krippe. Privat geführte Krippen werden ebenfalls durch öffentliche Gelder unterstützt.

Sie finanzieren sich damit nicht ausschließlich durch die Gebühren. Es gibt häufig Fördervereine, die betriebswirtschaftliche Defizite ausgleichen.

Kinderkrippe: Für welche Kinder ist sie geeignet?

Die meisten Krippen bieten die Betreuung für Kinder ab einem Alter von drei Monaten an. Doch es sind nicht viele Eltern, die eine Betreuung früh in Anspruch nehmen. D

ie meisten warten die bezahlte Elternzeit ab. Sie endet 12 Monate nach der Entbindung. Wenn Eltern früh wieder in das Arbeitsleben einsteigen möchten, sind Krippen die beste Wahl.

Sie bieten für das Alter der Kinder eine von wenigen Möglichkeiten für eine fachgerechte und regelmäßige Betreuung.

Wie oben bereits aufgeführt, ist es nicht zwangsläufig eine finanzielle Entscheidung, ob Eltern ihre Kinder in einer Krippe betreuen lassen.

Für einige Eltern steht im Vordergrund, dass die Kinder dort pädagogisch wertvoll betreut werden und sie gemeinsam mit Gleichaltrigen aufwachsen.

Insofern kann es sein, dass eine Kinderkrippe kein absolut notwendiges Betreuungsangebot in Ihrem Fall ist. Möglicherweise sind Sie in der komfortablen Situation, dass Sie sich selber um Ihr Kind kümmern können.

In einem solchen Fall würde sich anbieten, nur einen Betreuungsumfang in Anspruch zu nehmen.

Die Krippen bieten eine stundengenaue Abrechnung an. Sie können individuell entscheiden, ob Ihr Kind 4, 5 oder mehr Stunden in der Einrichtung verbringen soll.

Ist die Betreuung in einer Kinderkrippe sinnvoll? Das sind die Vorteile

Wenn Kinder früh und regelmäßig in den Kontakt mit anderen Kindern kommen, fördert das massiv ihre Entwicklung.

Sie lernen früher zu sprechen und sehen in den größeren Kindern Vorbilder. Das führt dazu, dass sie schneller sauber werden und Grundzüge einer Selbständigkeit erlangen.

Eine Krippe bietet den Kindern strukturierte Tagesabläufe. Es gibt feste Rituale, die eingehalten werden. Dazu zählen unter anderem Schlaf- und Ruhephasen, die die Kinder gemeinsam verbringen.

Auch altersgerechte und regelmäßige Mahlzeiten werden in einer Kinderkrippe angeboten. Mütter können ihrem Nachwuchs abgepumpte Milch durch die Betreuerinnen zukommen lassen.

Daneben ist ausreichend Zeit vorhanden, die die Kinder selbst gestalten können. Es gibt ein umfangreiches Angebot an Beschäftigungsmöglichkeit, die ein Kind alleine oder zusammen mit anderen nutzen kann.

Die festen Zeitstrukturen sind für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung. Dadurch fällt es ihnen leichter, sich in die neue Umgebung einzuleben.

Diese Nachteile sind mit der Betreuung  in Kinderkrippen verbunden

Die „Nationale Untersuchung zu Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit“ hat ein schlechtes Bild von Kinderkrippen gezeichnet.

Die Untersuchung zeigte 2012, dass die Qualität der meisten deutschen Krippen lediglich mittelmäßig ist. Die Qualität wurde inzwischen vielerorts angeglichen.

Neuere haben Untersuchungen gezeigt, dass es ein starkes regionales Gefälle gibt. Dieses zeigt sich vor allem im Betreuungsschlüssel.

Er gibt Auskunft darüber, für wie viele Kinder in Betreuer zuständig ist.

Krippenplätze sind deutschlandweit nicht flächendeckend in einer ausreichenden Stückzahl vorhanden. Die Betreuer müssen sich häufig um mehr Kinder kümmern als es eigentlich sein sollte.

Idealerweise sollten auf eine Betreuungsperson drei Kinder im Alter zwischen 0 und 12 Monaten kommen. Das kann aber nicht immer eingehalten werden.

Nicht selten haben die Betreuer die doppelte Anzahl von Kindern in Ihrer Obhut.

Für ältere Kinder (12 bis 36 Monate) sollte gelten, dass sich ein Betreuer um maximal  5 Kinder kümmert.

Nur so kann sich ein Betreuer optimal um die ihm anvertrauten Kinder kümmern.

Bedeutung der Kinderkrippe für die Entwicklung des Kindes

Weiter oben haben wir bereits die Vorteile einer Krippe für die Entwicklung eines Kindes aufgezeigt. Der wichtigste Unterschied zur Entwicklung ohne Krippenbesuch ist, dass ein Kind eine schnellere Entwicklung durchläuft.

Das liegt an dem Zusammensein mit anderen Kindern und der pädagogischen Arbeit der Betreuer. Insbesondere das Spielen ist ein Faktor, der die Entwicklung positiv beeinflusst.

Die Vielfalt an unterschiedlichen Spielarten können Eltern zu Hause nur in einem geringeren Maße bieten.

Unter den Kindern finden Rollenspiele statt, mit denen sie sich ihrer Funktionen und Positionen bewusst werden.

Es gibt Studien, die die positive Wirkung von Kinderkrippen belegt haben. Lange Zeit war unklar, welcher Einfluss auf die Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht.

Im Raum stand, dass sie unter der Trennung leide. Das konnten Wissenschaftler inzwischen widerlegen.

Betreuung in einer Kinderkrippe oder durch eine Tagesmutter?

Tagesmutter Verdienst muss sich lohnenAlternativ zur Kinderkrippe haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kind durch eine Tagesmutter betreuten zu lassen.

Bezüglich der Betreuungsqualität brauchen Sie nicht beängstigt zu sein.

Eine Tagesmutter muss eine Pflegeerlaubnis nachweisen können.

 

Damit ist sichergestellt, dass sie die ihr anvertrauten Kinder fachgerecht betreut.

Bei einer Tagesmutter haben Sie als Verbraucher den Vorteil, dass diese nur einen stark eingeschränkten Betreuungsumfang leisten kann.

Somit ist die Sicherheit sehr groß, dass der Betreuungsschlüssel stimmig ist.

Das kann für ein Kind ein Nachteil sein. In einer Kinderkrippe sorgen sich mehrere Betreuer um die Kinder. Somit ist in der Einrichtung eine Vielzahl von Kindern zur Betreuung untergebracht.

Eine einzelne Tagesmutter kann sich hingegen nicht um viele Kinder gleichzeitig kümmern. Das bedeutet, dass Ihr Kind tagtäglich lediglich mit maximal 5 anderen Kindern in Kontakt kommt.

Doch die geringere Anzahl der Kinder bedeutet gleichzeitig ein stressfreieres Umfeld. Untersuchungen haben gezeigt, dass der hohe Lärmpegel in einer Kinderkrippe bei manchen Kindern unnötigen Stress verursacht.

Die ruhige Umgebung bei der Tagesmutter kann hingegen eine angenehme Atmosphäre schaffen, die das in seinem Wohlbefinden Kind nicht beeinträchtigt.

Sie sollten über die Vor- und Nachteile nachdenken, bevor Sie eine Entscheidung treffen.